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Gärtnern ist wieder „in“

In den letzten Jahren ist vielen Menschen bewusst geworden, dass sie ihre Ernährungs- und Gesundheitssouveränität an die Pharma- und Lebensmittelindustrie abgegeben haben:

  • Sie begreifen, dass die in den meisten Supermärkten und in der Gastronomie angebotenen Lebensmittel arm an Vitalstoffen, dafür aber reich an Zucker, Fetten und Zusatzstoffen sind.
  • Zivilisationskrankheiten – insbesondere starkes Übergewicht, Diabetes und Allergien bereits bei Kindern – lassen aufhorchen.
  • Dazu kommen aufrüttelnde Berichte zum Ausmaß nachweisbarer Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat, Antibiotika und anderer schädlicher Stoffe in unseren Lebensmitteln.
  • Auch erkennen Viele, dass sie den Bezug zur Natur verloren haben und mehr konsumieren anstatt zu agieren. Immer weniger Menschen wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen. Alarmierend sind Berichte über Kinder, die regelrechte Angst vor der Natur haben.

Doch es gibt andere Entwicklungen, die es zu stärken gilt:

  • Eine zunehmende Anzahl Menschen möchte mehr Kontrolle darüber haben, was sie und ihre Kinder essen. Sie sehen einen Ausweg darin, tätig zu werden und zumindest einen Teil ihrer Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Kräuter selbst anzubauen.
  • Immer mehr Menschen versuchen sich daran und sind begeistert dabei. In den Städten werden zunehmend Balkone mit Gemüse und Kräutern bepflanzt. Dachterrassen werden zu Gemüsegärten und Innenhöfe zu ertragreichen Oasen umgestaltet. Es werden Gemeinschaftsgärten gegründet, Projekte mit Kindergärten und Schulen initiiert und Parkflächen in Gemüsebeete umge-staltet. Ganze Gemeinden werden essbare Städte.
  • Auch in den Dörfern werden wieder mehr Gärten zum Anbau von Lebensmitteln genutzt, die nach der Wende gepflegten Rasenflächen und Zierpflanzen weichen mussten.
  • Es wird vielen Menschen bewusster, dass die farbenfrohen Südfrüchte und Produkte in den Geschäften hohen Genuss, Vielfalt, Gesundheit und bequemes Konsumieren versprechen, jedoch die eigenen Kartoffeln, Tomaten, Obst und Gemüse nicht ersetzen können und sich die aufwendige Arbeit im Garten zwar nicht finanziell aber gesundheitlich und geschmacklich auszahlt.
  • Mancherorts ziehen auch junge Leute aus den Städten auf das Land, um Selbstversorgung zu betreiben und Permakultur zu erproben. Sie wollen eigenverantwortlich in einer natürlichen Umgebung leben und sich gesund ernähren, ohne die Umwelt zu belasten. Sie möchten ihren Kindern den direkten Bezug zu dem ermöglichen, was sie essen, und damit eine enge Beziehung zur Natur und deren Wertschätzung anregen.