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Angenagte Radieschen

Vielleicht kennen Sie das: vor allem im Gewächshaus findet man die rote Außenhaut der Radieschen angenagt bis vollständig abgeknabbert. Man sieht jedoch weder Schleimspuren – was auf Schnecken schließen ließe – noch beschädigte Blätter.

RanunkelDer Verursacher ist die Kellerassel (Porcellio scaber), die zu den Landasseln gehört. Man findet sie oft  im Garten unter Steinen, wo sie sich gerne in Gruppen aufhält, aber auch unter Laub, in Kellern, Komposthaufen und Gewächshäusern.  Ihr fein gezackter, halbringförmig gegliederter Rückenpanzer in schiefergrau bis gelbgrau lässt sie wie Ungetüme aus der Urzeit aussehen.

Eigentlich ernähren sich Asseln von abgestorbener organischer Substanz. Im Gewächshaus, wo es diese aber im zeitigen Frühjahr nicht gibt, weichen sie sehr gerne auf frische Radieschen oder auch andere Pflanzen aus, was sehr ärgerlich ist.

Doch gibt es dafür eine recht einfache Lösung. Da sie mit dem bloßen Auge gut zu erkennen sind, kann man sie recht leicht einsammeln und im Garten wieder frei lassen, wo sie nicht schaden. Dazu kann man sie kurz antippen. Dann rollen sie sich  sofort zu einer kleinen Kugel zusammen, die man einfach aufnehmen kann. Man sollte jedoch nach einigen Minuten nochmals nachschauen, um alle Exemplare zu erwischen. Viele kugeln sich bei der kleinsten Bewegung zusammen, so dass man sie leicht übersieht.

Geht man so mehrfach schon im zeitigen Frühjahr durch das Gewächshaus, beugt man Schäden an den Radieschen oder auch anderen Pflanzen wirksam vor. Wenn man außerdem flache Steine oder Holzbrettchen auslegt, sammeln sich die Asseln darunter, und man kann sie regelmäßig absammeln.